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JCMI – Was kannst DU bewirken?

Video-Transscript:

JCMI, Ike hier. Moin.

Dieses letzte Wochenende… Ich bin etwas früher schon aus meiner Abenteuer-Kreativreise 2025 durch Europa wieder zurück – aus der ersten Etappe in Spanien. Und jetzt erlebe ich hier diese krassen Zeiten in Deutschland.

Aber nicht nur für uns Deutsche, sondern für ganz Europa sind das gerade krasse Zeiten. Rechts von mir, keine zwei Stunden mit dem Flugzeug entfernt – ich könnte auch mit dem Auto rüberfahren. Das würde nicht viel länger dauern als meine Fahrt nach Spanien. Innerhalb weniger Tage wäre ich dort.

In Spanien ist es schön warm und sicher. Viel sicherer als in die andere Richtung, Richtung Osten, wo überall im Land ständig russische Angriffe passieren. Ich weiß nicht… Ich würde zu gern rüberfahren und Hilfslieferungen machen. Aber es ist supergefährlich.

Ich brauche das nicht großartig erzählen. Egal wo man hinschaut – ob im öffentlichen Fernsehen, bei den Privatsendern, in Google News, Zeitungen, auf Instagram oder TikTok – überall wird es groß hinausposaunt. Gibt es überhaupt noch ein Medium, wo das nicht Thema ist? Ich glaube, inzwischen weiß jeder, was dieses Wochenende passiert ist. Ich muss das nicht nochmal groß beschreiben.

Stichwörter: Trump. Selenskyj. USA. Washington. Und dann das Treffen der großen Mächtigen Europas in London. Was wird daraus? Was bedeutet das für uns?

Hier ist meine Frage an dich:

Frage nicht, was dein Land für dich tun kann.

Frage, was du für dein Land tun kannst!

Was kannst du für deine Demokratie tun?

Was kannst du für unsere Werte tun?

Was kannst du für deine eigene Freiheit tun?

Es geht darum, Stabilität zu gewährleisten. Sicherzustellen, dass es nicht noch viel, viel schlimmer kommt, als es jetzt schon ist.

Energiepreise, Lebensmittelkosten, Benzin und Diesel – alles ist teurer geworden. Aber in vielen Teilen ist es noch bezahlbar für die meisten von uns. Noch. Aber langsam wird es für viele knapp. Die Arbeitslosigkeit steigt. Jobs verschwinden. Unternehmen verlassen das Land, weil es ihnen zu teuer oder zu unsicher wird. Alles fühlt sich wackelig an.

Sind wir nur Opfer dieser Entwicklung?

Ändert sich irgendetwas, wenn ich nur jammere, schimpfe und meckere?

Nein! Dadurch ändere ich nichts.

Ich kann etwas ändern, wenn ich jetzt aktiv werde. Wenn ich meine Zeit nicht nur mit Jammern verbringe, sondern mich einbringe – und sei es nur für ein paar Minuten am Tag. Wenn ich nicht nur für meinen eigenen Lebensunterhalt arbeite, sondern mich darüber hinaus engagiere.

Ich kann mich um mein direktes Umfeld kümmern:

Wie sehen die Straßen aus? Gibt es Schlaglöcher?

Wie ist der Zustand der Schulen?

Haben unsere Kinder überhaupt eine vernünftige Lernumgebung? Gibt es IT-Ausstattung, digitale Tafeln, WLAN?

Kann sich jedes Kind die notwendige Technik leisten – oder gibt es eine Möglichkeit, dass die Stadt, die Gemeinde hier unterstützt?

Wie sieht es mit den sanitären Anlagen aus? Sind die Toiletten an den Schulen überhaupt benutzbar?

Wie ist der Zustand der öffentlichen Plätze, der Parks, der Gehwege?

Ist meine Umgebung sauber und gepflegt oder verwahrlost alles?

Nicht jeder kann oder will sich beim Militär engagieren, um für sein Land zu kämpfen. Aber jeder von uns kann etwas tun, um unser Land, unsere Demokratie, unsere Werte zu schützen.

Es geht nicht darum, nur zu meckern und sich am Stammtisch über „die da oben“ aufzuregen.

Es geht darum, aktiv zu werden.

Mit anderen zu sprechen, die die gleichen Probleme sehen.

Sich mit denen zu vernetzen, die tatsächlich etwas verändern können – in der Stadt, in der Gemeinde, im Land.

Herauszufinden, wo welches Geld investiert wird und was wirklich nötig ist.

Denn sonst passiert nichts.

Dann wird weiter oben entschieden, was mit unserem Geld geschieht, und wir gucken nur zu, wie es immer schlimmer wird.

Ich kann natürlich weiter jammern und sagen: „Es wird ja doch nichts besser.“

Aber das bringt mich nicht weiter.

Wenn ich selbst aktiv werde, kann ich in meiner Umgebung etwas verändern.

Ich kann mich einbringen – auch wenn es nur ein paar Stunden pro Woche sind.

Statt nur am Bier zu nuckeln und mich aufzuregen, kann ich mit den Verantwortlichen sprechen.

Mit denen, die in meiner Stadt, in meiner Gemeinde entscheiden, wo Geld hinfließt.

Mit denen, die Straßen sanieren, Schulen renovieren oder dafür sorgen, dass öffentliche Infrastruktur funktioniert.

Die Bundesregierung kümmert sich um die großen Dinge: Landesverteidigung, Wirtschaftspolitik, internationale Beziehungen.

Aber sie kümmert sich nicht um meine direkte Umgebung.

Das ist die Aufgabe der Landesregierung, der Stadt, der Kommune.

Und wenn ich nicht aktiv werde, entscheiden andere für mich.

Dann werden meine Steuergelder vielleicht an Stellen ausgegeben, die mir nichts bringen.

Wenn ich mich aber einbringe, kann ich Einfluss darauf nehmen, dass sie sinnvoll eingesetzt werden.

Das ist Demokratie.

Das ist Meinungsfreiheit.

Das ist die Möglichkeit, mein Leben aktiv mitzugestalten – so viel mehr, als es in einem Land wie Russland möglich wäre.

Dort bestimmt ein Diktator, was passiert.

Und wehe, jemand kritisiert ihn.

Dann ist derjenige innerhalb von fünf Minuten verschwunden.

Hier in Deutschland nicht!

Hier kannst du Kritik äußern, du kannst dich einbringen.

Und dann kannst du auch Forderungen stellen!

Denn nur, wenn Leute wie du und ich mitmachen, können Veränderungen entstehen.

Also frage dich nicht, was das Land für dich tun kann.

Frage dich, was du für dein Land tun kannst!

Denn wenn du dich nicht einbringst, wenn du dich nicht kümmerst – wer soll es dann tun?

Es gibt keinen „die da oben“.

Es gibt nur uns.

Nur wenn jeder – oder zumindest jeder Dritte – aktiv mitmacht, kann sich etwas verändern.

Dann kannst du irgendwann auch sagen: „Mein Land tut etwas für mich.“

Es ist ein Geben und Nehmen.

Und nur darauf zu warten, dass mir etwas gegeben wird, nur weil ich Steuern zahle, das reicht nicht.

Denn wohin das Geld geht – das kannst du mitbestimmen!

Und genau das sichert unsere Demokratie, unsere Freiheit, unsere Zukunft.

Es gibt Länder, da hast du keine Wahl.

Dort entscheidet jemand für dich.

Dort kannst du nicht protestieren, nicht deine Meinung sagen, nicht mitgestalten.

Aber hier kannst du das.

Hier kannst du dich einbringen.

Hier kannst du Dinge mitgestalten.

Und wenn du etwas siehst, das falsch läuft – dann sag es!

„If you see something, say something.“

Wenn du etwas siehst, dann sprich es an!

Dann werde aktiv!

Denn nur, wenn du dich einbringst, kannst du in diesem freien, demokratischen Land weiter sicher leben.

Wir müssen uns bewusst machen, dass es nicht selbstverständlich ist.

Deshalb: Machen ist wie Wollen – nur krasser.

Danke für deinen Kommentar, für dein Like, für dein Abo.

Bis später!

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